
Nach jahrelangem Gewürge um eine dringliche Verbesserung der total überlasteten
Schienen- Verbindung Hannover-Hamburg gab es eine Einigung zwischen Landkreis-
Bürgern und DB-Planern zu den Schienenweg-Alternativen.
Nach der Kritik an Y-Trassen-Planung ging 2015 die sog. „Alpha-E Trassen-Variante“
als Favorit hervor, die von allen Partnern in einem sog. Dialog-Forum gebilligt und
abgesegnet wurde. Nicht alle waren davon begeistert, aber es war ein Kompromiss,
der von allen Partnern getragen wurde. Die Zustimmung erfolgt von den Bahn-Vertretern
wie auch von den Bürgern-Vertretern der betroffenen Landkreis-Regionen.
Endlich hatte man sich auf eine gemeinsame Lösung geeinigt.
Ein großer Durchbruch!
Jetzt aber präsentiert die Bahn wie „Zieten aus dem Busch“ die 30. Variante, die sich
dem Trassen-Verlauf der Autobahn A7 anpassen solle. Ein Schlag ins Gesicht für alle,
die bisher aktiv an dem Kompromiss beteiligt und von einer Bahn- Verlässlichkeit wenigstens
bei Verhandlungs-Ergebnissen ausgegangen waren. Diese Unverlässlichkeit empört in
hohem Masse auch die Liberalen im Landkreis Harburg, hatte man sich doch engagiert
für den Alpha-E Kompromiss eingesetzt.
Arno Reglitzky, Vorsitzender FDP-Kreistagsfraktion:
„Dass die Bahn kein verlässlicher Partner in seinen Pünktlichkeits-Versprechen darstellt
ist leider hinlänglich bekannt, dass sie jetzt aber auch getroffene Vereinbarungen schlicht
ignoriert und mit Füßen tritt, ist ein Skandal. Damit stellt sie sich auf eine Stufe von
unrühmlichen Skandal-Politikern in dieser Welt, die wir hier nicht erwähnen möchten.“
„Ingmar Schmidt, Kreisvorsitzender: „Die FDP appelliert an die Bahn-Verantwortlichen,
eine Trasse im Sinne der Bürger und nichts gegen die Bürger zu entwickeln! Die vorgestellte
Neubaustrecke können wir nicht unterstützen, da diese von keiner Mehrheit im Landkreis
Harburg getragen wird. Ich bekenne mich dazu, keine Entscheidung über die Köpfe der
Bürger hinweg zu treffen!“
Foto Anlage
FDP lehnt neuen Trassen-Vorschlag der DB entlang der A7 ab.
Demonstrativ-Treffen der Liberalen am Buchholzer Bahnhof